2. November 2021
Hotel Belvoir Rüschlikon
 

Jetzt geht’s los!? - Outsourcing von Gesundheitsdaten

Cloud-Computing ist im Gesundheitssektor ein bedeutendes Thema – nicht zuletzt aufgrund der für einige bestehenden, für viele aber mindestens anstehenden Möglichkeit zur Eröffnung eines elektronischen Patientendossiers. Wo der Gesetzgeber eine Möglichkeit geschaffen hat, die in der Behandlungskette anfallenden Gesundheitsdaten Patienten und Gesundheitsfachpersonen digital verfügbar zu machen stellt sich für viele Institutionen im Gesundheitswesen die Frage, wie sie dies auch für sich in ihren Behandlungskontexten umsetzen können. Erkennbar ist, dass die Führung von papiergestützten Patientenakten neben einem elektronischen Patientendossier kaum der Königsweg ist. Erkennbar ist aber auch, dass die Nutzung und Pflege einer sicheren und tragfähigen IT-Infrastruktur nicht durch alle Beteiligte im Gesundheitssektor mit «Boardmitteln» durchgeführt werden kann. Es drängt sich daher auf, dies an spezialisierte Anbieter auszusourcen.

Allerdings gelten für Gesundheitsdaten besondere rechtliche Rahmenbedingungen. Geheimhaltung, Datenschutz und Datensicherheit sind Aspekte, die nicht nur einen strafrechtlichen Schutz der Daten begründen. Hierbei gilt es zu beleuchten, inwieweit man die Einwilligung der Betroffenen einholen kann, vertragliche Schutzmassnahmen mit dem spezialisierten Anbieter vornehmen sollte und an welcher Stelle, selbst bei Beachtung solche und ähnlicher Aspekte ein Outsourcing dennoch auszuschliessen ist.

Hierbei wird der Bogen über das elektronische Patientendossiers, den Dynamic Consent im Forschungsbereich bis zur Möglichkeit des Outsourcings gespannt.

Treffen Sie Julian Mausbach am Schulthess Forum Digitalisierung des Gesundheitswesens.